8. November 2015

Upcycling: Wie aus einer Stehleiter ein Kleiderdiener wurde



Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei uns scheint sich die Kleidung immer selbstständig zu machen und verteilt sich wie von selbst in der ganzen Wohnung. Damit sich das endlich ändert, musste eine Ablage her, auf der sich die Klamotten richtig wohl fühlen.

Und da kam mir vor einer Weile die Idee eine ungenutzte Stehleiter in einen Kleiderdiener umzufunktionieren. Was für ein Glück, dass es auf unserem Grundstück eine kleinere Sammlung von Holzstehleitern gab. Meine Wahl fiel auf ein Exemplar, das ausgeklappt sogar noch eine Ablagefläche hat.

Für alle, die so etwas Praktisches jetzt auch in ihrer Wohnung brauchen, kommt hier die Anleitung.
 



Ihr braucht:

-          Eine alte (oder neue) Holzleiter
-          Säge (am besten Fuchsschwanz)
-          Schraubenschlüssel, Zange
-          Schleifpapier
-          Lack & Pinsel
-          Besen, Folie oder andere Unterlage











Da „meine“ Leiter im Schuppen etwas eingedreckt war, habe ich sie erstmal mit dem Besen grob gereinigt. Dann mussten die Ketten von dem Teil, den ich verwenden wollte, abmontiert werden. Das war gar nicht so einfach, da die eine Schraube und Mutter in all den Lebensjahren der Leiter so eine innige Verbindung eingegangen waren, dass sie sich gar nicht gleich wieder trennen lassen wollten. Die vereinten Kräfte von drei (!) Personen haben geholfen …


Nun wurde gesägt: der oberste Teil der Leiter kam ab und der Großteil vom hinteren auch. Seid bitte schlauer als ich und legt die Leiter zum Sägen gleich auf den Boden – geht echt einfacher, aber ich war viel zu lange nicht mehr handwerklich tätig! ;-) Den Bereich, wo die Metallstreben von der Ablagefläche mit den Leiterbeinen verbunden sind, habe ich dabei erhalten, damit die Ablagefläche schön stabil bleibt.

Anschließend habe ich die Schnittflächen mit dem Schleifpapier geglättet und die Kanten ein bisschen abgerundet. Am besten legt ihr das Schleifpapier um ein Kantholz, dann geht das ganze einfacher. Den Rest der Leiter habe ich auch noch abgeschliffen, da sie zum einen mit Farbe vom Malern verkleckert war und zum anderen damit der neue Farbanstrich besser hält.


Und der ist auch schon als nächstes dran. Nachdem ihr den Staub, der beim Abschleifen entstanden ist, abgefegt habt, kann gepinselt werden. Ich habe mich für einen neutralen weißen Lackanstrich entschieden.

Mit Schrauben und Akkuschrauber habe ich die Ablagefläche noch stabil fixiert. Befestigt die umfunktionierte Leiter dann noch an der Wand, so dass sie sicher steht.


Der Kleiderdiener passt perfekt in die Nische neben dem Kleiderschrank und so befinden sich die Klamotten ab jetzt garantiert immer dort, wo sie sein sollen!

1. November 2015

Leckeres zum Feiertag: Herzhafte Birnentarte



Zum Reformationstag gab es bei uns gestern etwas ganz besonders leckeres auf dem Mittagstisch: eine Birnentarte mit Ziegenkäse. Ich liebe Tartes im Allgemeinen und diese besonders!

Ihr braucht dafür:

Für den Teig:
200 g Mehl
150 g Butter
1 Ei
½ TL Salz

Für den Belag
500 g Birnen
200 g Ziegen(frisch)käse
200 ml Sahne
2 Eigelbe
2 TL Speisestärke
100 g gekochter Schinken in Scheiben
2 EL grob geschroteter bunter Pfeffer


Das Mehl mit der Butter, dem Ei, 3 EL Wasser und Salz mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten, zu einer Kugel formen und zugedeckt etwa 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Birnen schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und die Früchte in Spalten schneiden. Den Ziegenkäse bei Bedarf entrinden, zerdrücken und mit der Sahne verrühren. Die Eigelbe und die Speisestärke unterrühren.

Eine Tarteform von 26 cm Durchmesser fetten. Den Backofen auf 200 ° C vorheizen. Den Teig ausrollen oder zwischen den Händen zu einer flachen Scheibe drücken und dann in der Form verteilen, dabei den Rand andrücken.


Die Schinkenscheiben auf den Teigboden legen, darauf die Birnenscheiben verteilen. Die Käsecreme darüber geben und verstreichen. Die Tarte in der Mitte des Backofens circa 35 Minuten backen.

Vor dem Servieren noch mit groben Pfeffer bestreuen. Schmeckt am besten lauwarm. Und ist so was von lecker!

Guten Appetit!


26. Oktober 2015

Sonntagsausflug nach Stolpen



Irgendwie sind wir in letzter Zeit ständig unterwegs. Erst vor zwei Wochen waren wir in Hessen, diesen Sonntag jetzt in Stolpen und in zweieinhalb Wochen fliegen wir dann nochmal in den Urlaub – wohin wird aber noch nicht verraten! Zumal ich euch jetzt ja von unserem Sonntag in der Sächsischen Schweiz erzählen will!

Ein Glück, dass Zeitumstellung war! Da wir mit unserem Posaunenchor einen Gottesdienst in der Stadtkirche zu Stolpen ausgestaltet haben, mussten wir schon recht zeitig aufbrechen, aber durch die geschenkte Stunde war es dann doch wieder nicht sooo zeitig. Bei der Anfahrt hatten wir einen atemberaubenden Blick auf Stolpen: Aus den letzten morgendlichen Nebelschwaden erhob sich der Stadtberg, gekrönt von der Burg.


Die Kirche, in der wir gespielt haben, stammt aus dem 15. Jahrhundert, aber wie das so ist, wurde sie immer wieder mal zerstört und neu aufgebaut. Ihr aktuelles Aussehen erhielt sie im 18. Jahrhundert. Seitdem ist sie immer wieder liebevoll restauriert und es gibt viele Kleinigkeiten zu entdecken. So auch das hölzerne Lesepult, wo ein Raubvogel die Buchablage mit seinen Schwingen stützt. Hach, das würde ich mir auch glatt zu Hause hinstellen – das Vögelchen ist so bezaubernd!


Den Nachmittag haben wir dann auf der Burg Stolpen verbracht (ja, in letzter Zeit komme ich auch ein wenig häufiger auf Burgen;-)). Wir hatten eine sehr interessante Führung und uns wurden drei Dinge genannt, die wir nach dem Besuch auf jeden Fall wissen sollten:


1. Der Name von Stadt und Burg leitet sich vom altslawischen Wort „Stolp“ ab, was Säule bedeutet. Erbaut wurde Stolpen nämlich auf einem erloschenen Vulkan, der beim Auskühlen Basalt gebildet hat. Und die typische Form der Basaltsäulen lieferte eben den Namen.


2. In diesen Basalt hat man in der Burg einen Brunnen gebaut. Da Basalt extrem hart ist, hat dieses Vorhaben auch extrem lange gedauert. 24 (!!) Jahre brauchte es, bis der über 70 Meter tiefe Brunnen fertig war. Die Arbeiter kamen pro Jahr aber auch nur circa 3 – 4 Meter tiefer ins Erdinnere. Ich hätte sicher zwischendurch frustriert aufgegeben!

3. Wer schon einmal von Stolpen gehört hat, hat von Ihr auch gehört – Gräfin Cosel. Sie war die Mätresse von August dem Starken, dem Kurfürsten von Sachsen und König von Polen. Als sie mit 36 Jahren bei August in Ungnade fällt wird Sie auf die Burg Stolpen verbannt und verbringt den Rest ihres Lebens (49 Jahre!) dort. Gewissermaßen ist sie auch immer noch dort, denn sie ist die einzige Person, die je auf der Burg begraben wurde.


Früher war die kleine Stadt in der Sächsischen Schweiz übrigens ziemlich bedeutend. Im 15. Jahrhundert war hier die Residenz der Meißner Bischöfe, Stolpen war eine Art Verwaltungsstadt und Napoléon Bonaparte hielt sich hier eine zeitlang mit seinen Truppen auf. Heute ist davon nicht mehr viel zu merken – die Stadt wirkt verschlafen. Aber gerade wegen ihrer Geschichte und der Burg ist sie auf jeden Fall mal einen Besuch wert!


18. Oktober 2015

Blumen zum Sonntag und Apfel-Karamell-Käsekuchen

Was gibt es schöneres als ein gemütliches sonntägliches Kaffeetrinken?! Es war schon viel zu lange her, dass ich mal Kuchen gebacken hatte. Und da sich diesen Sonntag ein langjähriger Freund zu Besuch angekündigt hatte, war das die perfekte Gelegenheit!


Gebacken habe ich einen sehr leckeren Apfel-Karamell-Käsekuchen. Nicht zu süß und richtig schön saftig! Das Rezept findet ihr hier, auf dem wundervollen Blog stilreich-dekoart.


Wenn dann noch ein schöner bunter Blumenstrauß auf dem Tisch steht, wird das Kaffeetrinken perfekt! Am Freitag hatte ich mir spontan diese Komposition aus Dahlien, Blättern, Getreide etc. gefunden, der noch einmal an die letzten Sommertage erinnert.


Einen gemütlichen Sonntagabend euch allen noch!