Posts mit dem Label Upcycling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Upcycling werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

4. September 2016

Upcycling: Eine Hülle für den Notenständer



Auch wenn es sich hier auf dem Blog kaum thematisieren lässt: Mein Post zum DEPT 2016 verriet dann doch, dass ich musikalisch aktiv bin. Seit über zehn Jahren (tatsächlich schon, wow!) spiele ich Flügelhorn. Und für alle, die sich fragen, „was bitte ist das?“, gibt es heute mein Blechblasinstrument auch mal zu sehen.



Zum Musizieren gehört außer dem Instrument natürlich noch anderes Equipment: Noten, Notenständer, … Und alles will gut verpackt sein, damit es sich auch einfach transportieren lässt. Dumm nur, dass die Hülle für meinen Notenständer inzwischen fast nur noch aus Löchern bestand, so dass dieser schon fast rausrutschen konnte.



Da passte es gut, dass ich Anfang des Jahres einen Nähkurs gemacht habe und mir vor längerer Zeit schon eine Hose aus schönem festen, beigen Stoff kaputtgegangen ist. Als dann noch meine geliebte dunkelblaue Kunstlederjacke kaputt ging, war die Basis für eine neue Hülle gelegt.



Was aus Hose und Jacke geworden ist, könnt ihr nun hier sehen. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ein Plan zur Umsetzung in meinem Kopf herangereift war und beim Ausführen meines Plans habe ich manchmal fast die Nerven mit meiner Nähmaschine verloren (mir fehlt halt eindeutig noch die Übung!). Aber mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Es ist nicht perfekt, aber nach Kissenhüllen etc. war es auch mein erstes großes Nähprojekt.




Die kleine Deko-Note auf der Tasche ist übrigens aus der Not heraus entstanden. Stellt nie ein Projekt, in das ihr schon viel Zeit und Mühe investiert habt, fertig, wenn ihr müde seid! Das führte nämlich bei mir dazu, dass ich den Druckknopf verkehrt herum eingesetzt habe. Das kleine Detail gefällt mir dafür aber umso mehr!


Ab jetzt muss ich keine Angst mehr haben, dass ich unterwegs den Notenständer verliere.;-)

21. Februar 2016

Upcycling: Eine Obstkiste als Ordnungshelfer für die Küche



Hier hatte sie bereits einen Gastauftritt und heute spielt sie die Hauptrolle: die kleine Obstkiste, welche nun in der Küche das Zubehör zum Kochen bereithält. Bisher standen Öl, Pfeffermühle und Co immer brav aufgereiht nebeneinander. Das sah zwar ordentlich aus, aber es störte mich enorm, dass ich zum Arbeitsfläche putzen immer alles einzeln zur Seite stellen musste.


Und dann sah ich ein Foto von Topfpflanzen in einer Weinkiste und dachte mir, dass sich das Prinzip so ähnlich auch für die Küche anwenden ließe. Da ich noch zwei Obstkisten rumliegen hatte, die auf eine neue Bestimmung warteten, habe ich mich gleich ans Werk gemacht. Wer auch so ein praktisches Kistchen möchte, kann hier nachlesen, wie es geht:


Ihr braucht:
Obstkiste
Gesso
Acrylfarbe nach Wunsch (bei mir „Terrakotta rötlich“)
Pinsel
Pappe
Cutter
Klammern


Grundiert die Obstkiste mit Gesso. Das kann u. U. mehrere Anstriche erfordern – ich dachte erst, dass der Aufdruck auf meiner Kiste auf Pappe ist, die ich einfach abmachen kann. Aber nein, natürlich war der direkt auf dem Sperrholz, so dass ich ungezählte Male drüber pinseln musste, bis das strahlende Blau weg war.

Die jeweilige Trockenzeit kann gleich genutzt werden, um die Schablone für die Aufschrift herzustellen. Schneidet ein Stück Pappe auf die Größe einer Kistenseite zu und überlegt euch, was darauf stehen soll (ich habe das dran geschrieben, was auch rein soll). Ich habe die Wörter mittels einer Buchsstabenschablone (die eigentlich dazu dient Anti-Rutsch-Paste auf Wollsocken aufzubringen) auf die Pappe übertragen. Ihr könnt den Text aber auch am PC vorschreiben und in passender Größe ausdrucken, ausschneiden und die Buchstaben nachzeichnen.


Nun wird es etwas friemelig: schneidet die Buchstaben vorsichtig mit dem Cutter aus der Pappe aus. (Dieser Teil der Aktion hat mir eine Blase am Zeigefinger eingebracht.)


Sobald die Kiste fertig grundiert und getrocknet ist, klammert ihr die Pappe fest und tupft die Buchstaben mit der Acrylfarbe eurer Wahl aus. Das wollte ich eigentlich erst mit einem Lederrest machen, aber da kam mehr Farbe auf die Schablone als in die Buchstaben, also habe ich dann doch den Pinsel genommen. Den Boden der Kiste habe ich auch noch in Terrakotta gestrichen.

Und nun ab mit dem neuen Ordnungshelfer an seinen Bestimmungsort! Die Arbeitsfläche in der Küche wirkt gleich viel aufgeräumter und auch die Gewürze, die sich sonst immer im Schrank verstecken mussten, haben in der Kiste ein Plätzchen gefunden. Quasi eine Win-Win-Situation ;-)


8. November 2015

Upcycling: Wie aus einer Stehleiter ein Kleiderdiener wurde



Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei uns scheint sich die Kleidung immer selbstständig zu machen und verteilt sich wie von selbst in der ganzen Wohnung. Damit sich das endlich ändert, musste eine Ablage her, auf der sich die Klamotten richtig wohl fühlen.

Und da kam mir vor einer Weile die Idee eine ungenutzte Stehleiter in einen Kleiderdiener umzufunktionieren. Was für ein Glück, dass es auf unserem Grundstück eine kleinere Sammlung von Holzstehleitern gab. Meine Wahl fiel auf ein Exemplar, das ausgeklappt sogar noch eine Ablagefläche hat.

Für alle, die so etwas Praktisches jetzt auch in ihrer Wohnung brauchen, kommt hier die Anleitung.
 



Ihr braucht:

-          Eine alte (oder neue) Holzleiter
-          Säge (am besten Fuchsschwanz)
-          Schraubenschlüssel, Zange
-          Schleifpapier
-          Lack & Pinsel
-          Besen, Folie oder andere Unterlage











Da „meine“ Leiter im Schuppen etwas eingedreckt war, habe ich sie erstmal mit dem Besen grob gereinigt. Dann mussten die Ketten von dem Teil, den ich verwenden wollte, abmontiert werden. Das war gar nicht so einfach, da die eine Schraube und Mutter in all den Lebensjahren der Leiter so eine innige Verbindung eingegangen waren, dass sie sich gar nicht gleich wieder trennen lassen wollten. Die vereinten Kräfte von drei (!) Personen haben geholfen …


Nun wurde gesägt: der oberste Teil der Leiter kam ab und der Großteil vom hinteren auch. Seid bitte schlauer als ich und legt die Leiter zum Sägen gleich auf den Boden – geht echt einfacher, aber ich war viel zu lange nicht mehr handwerklich tätig! ;-) Den Bereich, wo die Metallstreben von der Ablagefläche mit den Leiterbeinen verbunden sind, habe ich dabei erhalten, damit die Ablagefläche schön stabil bleibt.

Anschließend habe ich die Schnittflächen mit dem Schleifpapier geglättet und die Kanten ein bisschen abgerundet. Am besten legt ihr das Schleifpapier um ein Kantholz, dann geht das ganze einfacher. Den Rest der Leiter habe ich auch noch abgeschliffen, da sie zum einen mit Farbe vom Malern verkleckert war und zum anderen damit der neue Farbanstrich besser hält.


Und der ist auch schon als nächstes dran. Nachdem ihr den Staub, der beim Abschleifen entstanden ist, abgefegt habt, kann gepinselt werden. Ich habe mich für einen neutralen weißen Lackanstrich entschieden.

Mit Schrauben und Akkuschrauber habe ich die Ablagefläche noch stabil fixiert. Befestigt die umfunktionierte Leiter dann noch an der Wand, so dass sie sicher steht.


Der Kleiderdiener passt perfekt in die Nische neben dem Kleiderschrank und so befinden sich die Klamotten ab jetzt garantiert immer dort, wo sie sein sollen!